Balingen: Die TSG angelt sich Epstein

TSG verpflichtet langjährigen Profi

Mit Denis Epstein ist der TSG Balingen ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Der 33-jährige Ex-Profi ist vor kurzem in den Zollernalbkreis gezogen – erst dadurch wurde der Transfer möglich.

Epsteins Frau stammt aus Grosselfingen. Die Familie hat in Trillfingen ein Haus gekauft.

Der gebürtige Kölner ist in der Offensive zuhause und war in den zurückliegenden zehn Jahren überwiegend in Griechenland am Ball. „Das ist unser Königstransfer“, ist TSG-Geschäftsführer Jan Lindenmair überzeugt.

Elf Mal lief Epstein für den 1. FC Köln in der Bundesliga auf. In Deutschland spielte er zudem für Rot-Weiß Essen, die Offenbacher Kickers und den FSV Frankfurt. In Griechenland schnürte der Linksfuß seine Kickstiefel für Iraklis, Olympiakos Piräus, Kerkyra, Atromitos Athen und zuletzt für PAS Lamia.

In der griechischen Super League genießt Denis Epstein Kultstatus: er absolvierte dort 202 Spiele (31 Tore). In der zweiten deutschen Liga verzeichnet der Rheinländer 101 Einsätze, in der 1. Bundesliga kickte er elf Mal und selbst in der Europa League spielte Denis Epstein: Mit Athen ging’s 2012 gegen Newcastle United (1:1 und 0:1). Den einzigen Athener Treffer in den Duellen mit den Engländern markierte der Balinger Neuzugang, der sechs Länderspiele für die deutsche U 20-Nationalmannschaft zu Buche stehen hat.

In seiner Profikarriere (425 Spiele) gelangen Epstein 61 Tore. Bemerkenswert: Nicht einen einzigen Feldverweis handelte sich der prominente TSG-Zugang in dieser Zeit ein.

Zumeist wirbelte Epstein als klassischer Linksaußen, obgleich er seine Laufbahn als linker Verteidiger gestartet hatte. Doch auch als hängende Spitze und selbst als Mittelstürmer wurde der Kölner schon aufgeboten.

TSG-Trainer Ralf Volkwein freut sich über die Verpflichtung sehr: „Denis ist ein Riesengewinn für uns: Für die Mannschaft, für das Trainerteam, für den Verein und für die Fans.“ Sowohl sportlich als auch von seiner Erfahrung und Ausstrahlung her traut der Coach dem früheren Profi eine uneingeschränkte Führungsrolle zu: „Die Art und Weise, wie er Fußball spielt und lebt, wird speziell den jüngeren Spielern helfen, sich ein Beispiel zu nehmen.“

Dass Epstein ins Balinger Profil passt, steht für Ralf Volkwein außer Frage: „Er zeigt eine klare Kante, ist sozial eingestellt und ein echter Familienmensch. Die Gespräche mit ihm waren sehr angenehm.“

„Ich freue mich sehr auf die TSG-Familie“, meint Denis Epstein. „Und natürlich hoffe ich auf eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunft im Verein.“

Foto: Denis Epstein, flankiert von TSG-Abteilungsleiter Uwe Haußmann und Vorstandsmitglied Thomas Pittasch.

 

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